Achtzig Kunstakademie Berlin

Studium Modedesign, Bühnenkostüm, Bühnenbild, Illustration, Malerei, Kunststudium und Freie Kunst

Studium Bühnenbild

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Die Komponenten aus Architektur, Bildender und Darstellender Kunst vereinen sich im Bühnenbild. Neben den Grundformen des Theaters sind räumliche Entwürfe, die Einführung in szenische Vorgänge und die dramaturgisch-konzeptionelle Bearbeitung literarischer Vorlagen Themen des Unterrichts an der Achtzig Kunstakademie Berlin. Dieses Studium ist grundsätzlich auf den Beruf des Bühnenbildners im Theater ausgerichtet, welcher vielfältige Tätigkeitsbereiche umfasst; zum Beispiel bildnerisches Arbeiten und Entwerfen oder geisteswissenschaftliche Recherche der Literatur, Geschichte oder Philosophie. Die Kommunikation innerhalb eines Inszenierungsteams ist ein entscheidendes Training der bühnenbildnerischen Praxis.

Handwerkliche Grundlagen im Studiengang Bühnenbild
Die praktische Umsetzbarkeit bildet die Grundlage bei der Findung eines Bühnenbildkonzepts, denn die reale Herstellbarkeit einer Idee spielt eine wichtige Rolle. Dem Studierenden werden entwurfsbegleitend Werkstattpraxis und Werkstattleiter-Seminare als praktische Hilfe angeboten.

Außendarstellung im Studiengang Bühnenbild
Zum jeweiligen Semesterende präsentiert sich der Studiengang über Ausstellungen der Öffentlichkeit. Mit Vorstellung der aktuellen Projekte sollen Kontakte zu Theatern geknüpft werden.

Struktur des Studiums im Studiengang Bühnenbild
Im Grundstudium lernen die Studierenden sich mit bildnerischen Mitteln über beobachtete und gedankliche Sachverhalte mitzuteilen. Es werden bildnerische, handwerkliche und wissenschaftliche Grundlagen erarbeitet.
Zentrum des Hauptstudiums bildet das Fach Entwurf. Kenntnisse werden vertieft und seitens der Dozenten Anregungen zur selbständigen Erarbeitung von Konzepten gegeben.

Das Grundstudium umfasst folgende Bereiche:
- Linie, Fächer, Raum
- Komposition, Proportion
- Farbe, Farblehren
- Zeit, Bewegung
- Fläche und Raum
- Körper und Raum

Als Mittel der Entwurfsarbeit und Entwurfsrealisierung der zwei- und dreidimensionalen Darstellungstechniken
- Naturstudium, Aktzeichnen
- Kostümentwurf, Figurine
- Material und Wirkung
- Ablaufdarstellung szenischer Vorgänge
- Arrangementzeichnung
- Modellbau
- Fotografie auf Film und digital
- Videofilm
- Werkstattzeichnung, Konstruktion
- CAD-Konstruktion
- Theatermalerei
- Theaterplastik

Theaterbau und das technische Instrumentarium des Theaters
- Typologie der Theaterbauten
- Bühnentechnik, Verwandlungstechnik
- Beleuchtungs- und Projektionstechnik
- Arbeitsprozesse im Theater
- Sicherheitsvorschriften

Theoretisch – wissenschaftliche Grundlagen
- Kunstgeschichte
- Theatergeschichte
- Entwicklung des Theaterbaus
- Geschichte des Bühnenbilds
- Soziologie
- Philosophie
- Dramaturgie. Stückanalyse
- Recherche mit Bibliothek und Internet

Entwurfsarbeit im Studiengang Bühnenbild

Ziel des „Mappenstücks“, des fiktiven Teils des Hauptstudiums, ist der stufenweise Aufbau einer umfassenden bühnenbildnerischen Konzeptfindung. Voraussetzung für die Überzeugungskraft moderner Bühnenbildner sind das Beherrschen einer eigenen Bildersprache sowie die Suche und Entdeckung spezieller bildnerischer Ausdrucksformen. Der Studierende nähert sich spielerisch-experimentell einem vorgegebenen dramatischen, musikalischen oder literarischen Material und arbeitet es mit Hilfe umfangreicher kultureller Recherche bilderzählerisch auf. Neben Mitteln der zeitgenössischen bildenden Kunst, Ausdrucksformen von Medien, Film und Dokumentation stehen Farbe und Zeichnung zur Verfügung. Wichtiger als ästhetische oder elegante Setzungen sind uns Sensibilität und Schärfe in der Wahrnehmung sowie Gespür für das Material und eigenwillige Vorgehensweise im Findungsprozess. Durch regelmäßige Zusammenkünfte der Studierenden mit Dozenten und Kommilitonen erfährt der Arbeitsprozess zusätzliche Impulse und erreicht Diskursebene in Argumentation und Kommunikation. Am Ende des Semesters steht die Dokumentation des Arbeitsprozesses in Form von Bild- und Textmaterial sowie ein maßstabgetreues Bühnenbildmodell als fiktiver Teil eines Aufführungskonzeptes. Das Hauptstudium wird mit der Prüfung im zehnten Semester abgeschlossen.

Studienfächer des Hauptstudiums:
- Visuelle Wahrnehmung und Gestaltung
- Figur im Raum / Umraum
- Naturstudium, Materialerfahrungen
- Material und Wirkung
- Licht
- Verwandlungstechnik
- Architektur des Theaterraums
- Technisches Zeichnen, CAD
- Grundlagen der Dramaturgie
- Kunst- und Theaterwissenschaft
- Bühnenbild- und Kostümgeschichte
- Aktzeichnen
- Umsetzen von Text in bildnerische Entwürfe
- Gestalterische und stilistische Untersuchungen
- Erarbeitung räumlicher Erfindungen und Details
- Analyse gesellschaftlicher und historischer Zusammenhänge und Ursachen
- Dramaturgische und konzeptionelle Erarbeitung literarischer Vorlagen
- Durchführung von Projekten unter selbstständiger künstlerischer Leitung einschließlich der vollständigen technischen Ausarbeitung bis zur Realisierung einer Aufführung
- Kostümkunde
- Praktische Bühnengestaltung
- Dramaturgie
- Kunstwissenschaft
- Methoden von Konzeptionsfindungen in Zusammenarbeit mit Regie und Dramaturgie
-  als „Mappenstücke“ im Diskurs in keinen separaten Seminargruppen über Theaterkonzepte mit Regiestudenten und Studierenden der Theaterwissenschaften anhand konkreter Bühnenbild- und Kostümentwürfe am Bühnenbildmodell in unseren Ateliers
-  erweiterbar auch mit Studierenden handwerklicher Theaterfächer

Das kennen lernen und die gemeinsame Arbeit verschiedener studentischer Partner an kurzen, der Öffentlichkeit vorzustellender praktischer Inszenierungen ist Ziel der theoretischen Vorbereitungen. Außerdem strebt die Bühnenbildklasse die Zusammenarbeit mit Regiestudierenden und praxiserfahrenen jungen Regieassistenten, Studierenden des Bühnenkostüms sowie allen anderen Studenten unserer Fakultät aber auch anderer Theaterhochschulen an. In berufsnahen Arbeitssituationen bringen die Studierenden Stücke, Kurzopern sowie andere literarisch-, dokumentarisch- und musikalisch verarbeitetes Material zur Aufführung. Ziel dieser Projekte ist ein hohes Maß an Selbstverantwortung sowohl bei der Konzeptfindung als auch bei der Mitorganisation. Hierbei ist die Einflussnahme der Dozenten bewusst eingeschränkt.